Universität bekommt neue Laserschneider

Die Universität Kassel erfreut sich, dank eines Sponsorings, an neuen Laserschneidern. Diese waren auch bitter Nötig. Gerade für den Modellbau sind die neuen hochmodernen Laserschneider ein wahrer Segen. Diese Hochleistungsmaschinen schaffen es jedes erdenkliche Material zu schneiden. Und das mit einer Präzision, die von einem Menschen niemals erreicht werden könnte. Für die Modellauwerkstatt der Uni, sind die Laserschneider ideal. Gerade im Modellbau müssen viele kleine Teile geschnitten und verklebt werden. Durch den Laserschneider sparen sich die Studenten viel Zeit und Nerven. Denn mit Hilfe von CAD-Programmen können ganze Pläne eingelesen und anschießend geschnitten werden. Die Kleinteile müssen dann nur noch aufgesammelt und an richtiger Stelle platziert werden.

Bevor es die Laserschneider gab, mussten die Studenten jedes Einzelteil per Hand ausschneiden. Oft verwendeten sie Styropor, da dieser Werkstoff sehr leicht schneidbar war. Mit den Laserschneiden können nun auch härte Werkstoffe genutzt werden. Die Studenten nutzten mittlerweile hauptsächlich Holz. Theoretisch könnten aber auch Thermoplaste oder Kohlenstoff geschnitten werden. Gerade für den Modellbau im Maschinenbau sind diese Materialen interessant.

Betreuung durch Dozenten

Ein Laser besteht aus gebündeltem LichtWer die neuen Laserschneider ausprobieren möchte, muss sich für einen Einführungskurs anmelden. Diese finden einmal im Monat durch einen Experten aus der Werkstoffindustrie statt. Bei diesen Kursen lernt man den Umgang mit den Laserschneiden, welche Arbeitssicherheitsmaßnahmen eingehalten werden müssen und welche Einstellungen vorgenommen werden müssen.

Die Industrie sieht diese Entwicklung gerne. Sie freuen sich darüber, dass Absolventen bereits erste Erfahrungen mit solchen Arbeitsmitteln sammeln konnten. Laserschneiden gehört mittlerweile zu gängigen Arbeitspraktiken im Bereich der Automobilbranche, Architektur, Chemie oder Pharmaindustrie. Auch im Stahlbau kommen solche Laserschneider bzw. Plasmaschneider zum Einsatz.

Plasmaschneider funktionieren dabei nach demselben Prinzip wie Laserschneider. Wobei beim Plasmaschneiden die Schnittfuge wesentlich breiter ist. Hier wird durch ein Gemisch aus Acetylen als Brennstoff und Sauerstoff als Temperatur förderndes Medium ein Plasmastrahl erzeugt, der den Stahl verbrennt und ihn somit schneidet. Laserschneider erzeugen diese Hitze mit Hilfe eines Lasers. Gesteuert werden diese Systeme durch ein absolutes Wegemesssystem. Verschiedene kontaktlose Sensoren ermitteln ständig die Position des Laserschneides und leiten sie an die CPU weiter. Mit CAD Programmen werden die Wege, die der Laserschneider zurücklegt, eindeutig festgelegt. Die Einstellwerte des Lasers übernimmt ebenfalls ein Programm, welches mit den Daten des Werkstoffs etc. gefüttert wird.